Deine Kraftquelle


Deine Kraftquelle: Spirit, Sound and Silence

Spirit, Sound and Silence

Finde deine Kraftquelle

In einer lauten Welt voller Reizüberflutung, Druck und innerer Erschöpfung braucht es eine Kraftquelle, die dich wirklich nährt.

Spirit, Sound and Silence steht für drei solcher Quellen:

  • Spirit – die spirituelle Dimension deines Lebens, dein innerer Ruf, dein Vertrauen.
  • Sound – der Klang als Weg zur Tiefe, zur Ruhe, zur Selbsterkenntnis.
  • Silence – die Stille als Ort der Sammlung, der Heilung, der Gottesbegegnung.

Auf dieser Seite teile ich Texte, Klangimpulse und Gedanken, die dich auf deinem Weg nach innen begleiten. Sie sind Einladung zur Selbstreflexion, zur Meditation, zur kontemplativen Praxis.

Wenn du auf der Suche bist nach einer echten Kraftquelle – jenseits von Lärm, Getriebenheit und Selbstoptimierung – dann bist du hier richtig.

Entdecke, was dich trägt. Lausche hinein. Finde deine eigene Kraftquelle.

Mit meinem WhatsApp-Kanal Spirit, Sound and Silence lade ich dich ein, regelmäßig Impulse zu erhalten die dich auf deinem inneren Weg begleiten.

Die Inhalte fördern Achtsamkeit, innere Sammlung und Resonanz mit dem, was wesentlich ist. Es geht nicht um Selbstoptimierung, sondern um Selbstbegegnung – um das Lauschen auf das, was in dir klingt.

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Wachsen, werden, leben – das ist für mich ein zentraler Prozess des Menschseins. Wenn wir diese drei Begriffe miteinander verbinden, geht es beim Wachsen zunächst darum, sich zu entwickeln, zu reifen und innerlich zu entfalten.

Geben wir diesem Wachstum eine Richtung und einen Sinn, dann bedeutet es, zu dem Menschen zu werden, der ich wirklich bin – und dieses Sein mit Bewusstsein, Klarheit und Aufrichtigkeit zu leben.

So werden wir zu Menschen, die den Grund ihres Daseins erkennen und verwirklichen. Die entscheidende Frage ist dabei, woran sich dieses Wachstum orientiert – was ihm Richtung und Maß gibt.

Ich bin überzeugt: Es können nur unsere inneren Werte sein, die unserem Leben Sinn verleihen. Wenn es hingegen beim Wachsen nur darum geht, Bedeutung, Einfluss oder äußeren Erfolg zu vermehren, dann entfremden wir uns. Wir wachsen nicht – wir wuchern. Und wo Wucherung statt Wachstum geschieht, verliert das Leben seine Tiefe und seine Wahrheit.

Dieses Wachstum geschieht jedoch nicht in der Hektik des Alltags. Es entfaltet sich in der Stille – in Momenten der Reflexion, des Innehaltens und der Begegnung mit anderen Menschen. Dort, wo wir still werden, hinspüren und wahrnehmen, was wirklich wesentlich ist, erhält das Leben seine Richtung und Tiefe.

Wachsen, Werden und Leben sind keine einmaligen Ereignisse, sondern ein fortwährender Prozess. Immer wieder werden wir herausgefordert, uns zu erneuern, zu lernen und zu verwandeln. Dieser Prozess endet nicht – er begleitet uns bis an das Ende unseres Lebens.

Lebst du noch – oder wirst du schon gelebt?

Ein hoffentlich ehrlicher Blick auf das, was gerade mit uns passiert

Vielleicht kennst du dieses Gefühl:
Die Welt dreht sich immer schneller. Technik, Digitalisierung, künstliche Intelligenz – alles verändert sich, und du hast das Gefühl, nicht mehr wirklich mitzukommen. Früher hattest du das Leben im Griff. Heute bestimmt oft das Smartphone den Takt.

Diese Entwicklung betrifft viele Menschen in der zweiten Lebenshälfte. Und sie hinterlässt Spuren: Unruhe, Druck, das Gefühl, an Bedeutung zu verlieren.

Wenn der andere verschwindet

Mit einem Fingertipp ist heute alles verfügbar: Nachrichten, Einkäufe, Kontakte, Termine. Aber während wir dauernd auf Bildschirme starren, verlieren wir den echten Kontakt zu Menschen.

Wir schreiben Nachrichten, statt zu reden. Wir tippen, statt uns in die Augen zu schauen. So schützen wir uns – aber wir entfernen uns auch voneinander.

Viele Menschen sagen: „Ich fühle mich verbunden – aber innerlich leer.“
Das ist kein persönliches Versagen. Es ist eine Folge dieser digitalen Welt, in der Nähe oft nur noch simuliert wird.

Das Smartphone hat die Kontrolle

Viele glauben, sie nutzen ihr Handy.
In Wahrheit nutzt das Handy uns.
Es entscheidet, wann wir reagieren.
Es lenkt unsere Aufmerksamkeit.
Es schafft Abhängigkeiten.

Wir fühlen uns frei – aber in Wahrheit sind wir dauerbeschäftigt, abgelenkt und innerlich erschöpft. Und das Gemeine daran: Wir merken es oft nicht mehr bewusst.

Gerade Menschen, die ein Leben lang Verantwortung getragen haben, spüren irgendwann: „Ich funktioniere nur noch.“
Doch Funktionieren ist kein Leben.

Künstliche Intelligenz ist klug – aber nicht menschlich

Künstliche Intelligenz kann rechnen, schreiben, sogar reden – aber sie fühlt nichts. Sie versteht nicht, was ein Blick, eine Berührung oder ein gemeinsames Schweigen bedeuten.

Wenn wir anfangen, uns der Technik anzupassen, verlieren wir genau das, was unser Menschsein ausmacht: Tiefe, Intuition, Präsenz. Wir werden schnell, aber oberflächlich. Aktiv, aber innerlich leer.

Warum Stille wichtiger wird, je älter wir werden

Ich merke bei mir, wie der Wunsch nach Echtheit wächst:
echten Begegnungen, echten Gesprächen, echtem zuhören, echtem gegenwärtig sein.

Doch das braucht Stille.
Keine Dauerbeschallung. Keine ständige Verfügbarkeit.

Stille ist kein Rückschritt – sie ist ein Gegenpol zum Lärm der digitalen Welt.
In der Stille spürst du wieder dich selbst – nicht nur das, was von außen auf dich einströmt.
Stille ist keine Zeitverschwendung - Stille ist eine Ressource

Die Dinge geben Halt – Daten tun das nicht

Ein Werkzeug, ein Instrument, ein Buch, ein Fotoalbum – sie tragen Erinnerungen.
Digitale Daten verschwinden. Sie berühren nicht.

Menschen, die viel erlebt haben, wissen: Dinge, die man anfassen kann, geben Halt.
Sie sind verbunden mit Momenten, die bleiben – auch wenn die Welt sich weiterdreht. Nur was ich berühren kann,
berührt auch mich.

Die Einladung: Dir dein Leben zurückholen

Digitalisierung und KI sind kein Feind. Aber sie dürfen nicht dein Leben bestimmen.
Wenn du das Gefühl hast, dass alles an dir vorbeizieht, dann ist das kein persönlicher Fehler. Es ist ein Weckruf.

Du darfst dir dein Leben zurückholen.
Indem du wieder echte Gespräche führst, statt nur zu schreiben.
Indem du Pausen machst, statt ständig verfügbar zu sein.
Indem du Räume für Stille und Begegnung schaffst - für dich und für andere.
Indem du dich berühren lässt – von Menschen, nicht von Maschinen.

Lebst du noch – oder wirst du schon gelebt?

Viele Menschen in der zweiten Lebenshälfte spüren genau diesen inneren Bruch:
„Früher war ich aktiv. Heute werde ich getrieben.“

Es ist nie zu spät, das zu ändern.
Stille, Präsenz und echte Verbindung können wieder zu deinem Anker werden – besonders jetzt, wo die Welt immer lauter wird.

Dein Leben gehört nicht der Technik. Es gehört dir.

Was macht die Zeit wertvoll?

Oktober 2025

Die Zeit wird immer wertvoller. Sie ist eine Konstante und Kraftquelle, die sich nicht verändern lässt. Wenn die Anzahl der Möglichkeiten, die ich habe, unendlich erscheint, wird die Zeit, die ich einsetze, um sie zu nutzen, immer wertvoller.

Wenn ich mir selbst, oder einem anderen Menschen etwas wertvolles schenken möchte, dann kann ich Zeit verschenken. Doch was bedeutet das? Für mich bedeutet es, absichtslos mir selbst oder auch einem anderen entgegenzutreten. Ich kann mir selbst in der Stille zuhören und auf meine innere Stimme lauschen. Meditieren, ohne zu optimieren, einfach nur da sein.

Ich kann meine Zeit aber auch einem anderen schenken. Nicht mit einer Absicht, nicht mit einem Hintergedanken oder aus taktischen Gründen, sondern einfach so. Dann wird sie zu einer Kraftquelle für jemand anderes Und dann kann es sein, dass ein Wunder geschieht und etwas passiert, mit dem ich niemals gerechnet habe. Es entsteht Resonanz. Etwas berührt mich und den anderen und wir gehen anders auseinander, als wir zusammengekommen sind. Das macht die Zeit so wertvoll.

Bist du Konsument oder Gestalter deiner Zukunft?

Ein Plädoyer gegen die Zukunftsangst

Zukunftsangst ist ein Begriff, der mir schon seit längerem immer wieder in den Medien, aber auch in Gesprächen begegnet. Was bedeutet Zukunftsangst, wo kommt sie her und was macht sie mit den Menschen? Es erscheint mir wichtig, darauf einmal einzugehen.

Hilfreich ist dabei, zunächst einmal die beiden Begriffe zu klären: Zukunft und Angst. Zukunft fasst all die Vorstellungen zusammen, die du von deinem weiteren Leben hast. Es gibt eine kurzfristige Zukunft, die die nächsten Tagen umfasst (Was machen wir am Wochenende?). Außerdem kennen wir eine mittelfristige Zukunft, ein bis zwei Jahre (Was machen wir nächstes Jahr im Urlaub?) und eine langfristige Zukunft über diesen Zeitraum hinaus (Wann steht die nächste berufliche Veränderung an?). Diese Zukünfte sind sehr individuell. Eine gemeinsame, für alle Menschen geltende Zukunft gibt es nicht.

Zukunft entsteht immer in der Gegenwart. Wir können uns mögliche Varianten unserer Zukunft vorstellen. Ob sie eintreten, wissen wir nicht. Dennoch sind diese Vorstellungen mit Emotionen, wie Freude, Sehnsucht, Glück und Zufriedenheit verbunden – aber eben auch mit Ängsten, Ärger, Wut und Enttäuschung. Wichtig: Wir können entscheiden, welche Gefühle wir ausleben und verstärken und welche eben nicht. Äußere Einflüsse, wie Entwicklungen in der Gesellschaft, im sozialen Umfeld oder durch Konsum von Nachrichten und sozialen Medien, wirken zwar darauf ein. Die Entscheidung liegt letztendlich aber bei uns, ob wir uns dem Konsum von schlechten Nachrichten weiter hingeben.

Angst entsteht dann, wenn wir das Gefühl haben, die Kontrolle zu verlieren. Das Gefühl der Machtlosigkeit, des Alleinseins und des „alles wächst mir über den Kopf“ kann zu Angstgefühlen führen. Alltagsstress und Ruhelosigkeit werden dann zu Angstbeschleunigern. In der Angst verlieren wir unsere Kreativität, unsere Fähigkeit, Probleme zu lösen, unsere Freude am Leben. Wir fokussieren uns auf die Krisen und verlieren die Chancen und unser Potential aus den Augen.

In dieser Situation unterscheide ich zwischen den Konsumenten* und den Gestaltern* von Zukunft. Wichtig ist mir, diese Einteilung ohne eine Bewertung zu sehen. Also nicht dem einen den Vorrang vor dem anderen zu geben. Der Konsument nimmt die Zukunft als etwas Gegebenes hin und versucht, das Beste daraus zu machen. Er denkt: „Ich kann sowieso nichts ändern“.

Der Gestalter sieht die Zukunft als etwas variables an, dass er gestalten kann. Er weiß, dass seine Zukunft ihren Ursprung in seinen Gedanken hat. Du weißt vermutlich: Aus Gedanken werden Worte, aus Worten werden Taten, aus Taten werden Gewohnheiten, aus Gewohnheiten wird Charakter, und der Charakter bestimmt dein Schicksal und damit deine Zukunft. So sagt der Gestalter: „Wie mein weiteres Leben verläuft, liegt auch in meiner Hand.“

Wir sollten uns also gegenseitig bestärken, zu Gestaltern unserer Zukunft zu werden. Damit bringen wir das Positive in die Welt und können Vorbild für andere sein. Die Veränderungen, die wir uns für die Welt wünschen, beginnen bei uns – auch das ist bekannt.

Immer wieder erlebe ich, dass Dinge, die ich mit viel Aufwand und Mühe versuche, zu erreichen, nicht zum Erfolg führen. Hingegen passiert es, dass andere unerwartete Ereignisse in mein Leben treten. Sie stellen mich vor Aufgaben, die ich mit Freude und Hingabe erledige, ohne Mühe und ohne Aufwand. Welche Kraftquelle steckt da dahinter?

Ich denke, es geht letztendlich auch hier um Resonanz. Was geschehen soll geschieht und was nicht geschehen soll, eben nicht. Wenn ich etwas erzwingen oder mit viel Aufwand erreichen will, ist es nicht stimmig. Es fehlt die Resonanz.

Doch wie schaffe ich Resonanz? Wie nutze ich sie als Kraftquelle? Letztendlich ist sie unverfügbar. Ich kann jedoch einen Raum für Resonanz schaffen und das geschieht zum Beispiel in der Stille und in der Meditation. Hier gibt es keine Ziele, keine Erfolge und keine Strategien. Es geht um Achtsamkeit und Gegenwärtigkeit. Dann geben wir dem Geschehen Raum, um uns zu erreichen und uns daran zu erinnern, was wirklich wichtig ist.

Wenn es keinen Sinn gäbe, dass du hier bist, dann wärst du nicht hier.

Dieser Gedanke trägt mich im Leben. Die Frage ist, was ist der Sinn meines Daseins? Ich weiß, dass ich nicht alleine mit dieser Frage bin. Viele Menschen stellen sie sich. Die Antwort auf diese Frage finden wir sicherlich nicht im Internet oder in den sozialen Medien. Ich habe sie in der Begegnung mit anderen Menschen und in der Meditation gefunden. Man findet sie auch in der Natur, wenn man in der Lage ist, sich ganz auf deren Schwingungen einzulassen. Dann sind das Handy, eine Uhr oder das Hören von Musik störend. Es geht dann nur darum, einfach da zu sein, ohne Ablenkungen und ohne sich gedanklich mit anderen Themen zu beschäftigen.

Man kann den Sinn seines Lebens nicht suchen. Davon bin ich überzeugt. Man kann aber einiges dafür tun, sich von ihm finden zu lassen.

Wenn du keine Fehler machst, lebst du unter deinen Möglichkeiten. Dieser Gedanke sprang mir heute Morgen beim Lesen entgegen. Zunächst war ich irritiert und dann wurde mir auf einmal die Bedeutung klar.

Oft passiert es, dass uns Fehler zeigen, dass es auch eine andere Möglichkeit, einen anderen Weg gibt, ein Problem zu lösen. Zunächst ärgere ich mich natürlich, wenn ich einen Fehler gemacht habe. Beim längeren Nachdenken erfahre ich dann, wie wertvoll er für meine persönliche Entwicklung gewesen ist. Dann wird aus einem Fehler eine Kraftquelle.

Fehler sind lästig, sie stören unsere Alltagsroutine und sie halten uns auf. Stellen wir uns einen Fehler als einen guten Freund vor, der uns auf etwas hinweist, der uns letztendlich gut gesonnen ist, ändert sich unsere Einstellung.

Maschinen und künstliche Intelligenz machen keine Fehler. Deshalb können Sie sich auch nicht weiter entwickeln.

Nun erwarte ich mit heiterer Gelassenheit meinen nächsten Fehler und bin gespannt, welche neue Möglichkeit er mir eröffnet. Ich will meine Fehler als Kraftquelle nutzen.

Manchmal geschieht etwas, das uns mitten im Leben aus der Bahn wirft. Ein Verlust, eine Krankheit, ein Bruch in unserem bisherigen Dasein – und plötzlich ist nichts mehr wie zuvor. Wir kämpfen mit dem, was war, und können das Neue noch nicht annehmen.

Doch in jeder Krise liegt auch ein Wendepunkt. Irgendwann kommt der Moment, in dem wir gefragt sind: Bleibe ich im Schmerz oder wage ich einen ersten Schritt ins Ungewisse?

Der Abschied vom Alten braucht Mut. Der Neubeginn braucht Vertrauen – vor allem in die Kraft, die in uns wohnt. Wenn wir in uns hineinhorchen, spüren wir vielleicht etwas, das tiefer ist als der Schmerz: eine leise Ahnung, dass unser Leben weiter Sinn hat.

Diesen inneren Kompass zu finden, ihn zu pflegen, kann uns helfen, durch Zeiten der Erschütterung hindurchzugehen. Er erinnert uns daran, dass wir nicht verloren sind – auch wenn der Weg im Moment dunkel erscheint.

Vielleicht ist gerade jetzt der Moment, innezuhalten und dich zu fragen:
Was trägt dich wirklich? Was gibt dir Halt, wenn alles andere wankt?

Der Neubeginn beginnt nicht im Außen – sondern dort, wo du dir selbst begegnest. In der Stille. In deiner Tiefe. In dem, was dir heilig ist.

Immer wieder höre ich, wie mir Menschen sagen, dass sie Ruhe oder Erholung brauchen. Manche suchen auch die Stille oder die absolute Entspannung. Wenn ich sie dann nach dem Grund frage, sagen sie mir: Ich muss wieder fit für meinen Alltag werden. So nutzen sie die Zeit der Stille nicht zu inneren Einkehr, zum innehalten, sondern dazu, dass sie ihnen dienlich ist. Sie haben den Kontakt zu ihrer Kraftquelle verloren. Sie lernen Meditation, autogenes Training oder eine andere Methode ausschließlich, um ihre Leistungsbereitschaft zu erhalten oder zu erhöhen. Dieser Weg führt eindeutig in das Hamsterrad mit den entsprechenden Folgen.

Es ist wichtig für uns, Zeit zu haben, um zu ruhen und um zu feiern. Ein erschöpfter Mensch ist dazu nicht mehr fähig. Er hat es verlernt, da er immer nur an seine Selbstoptimierung denkt. Er meint nur etwas wert zu sein, wenn er etwas Nützliches tut. Das ist die Krankheit der Ruhelosigkeit.

Wirkliche Ruhe bedeutet, in der Absichtslosigkeit glücklich zu sein. Dies ist unserer eigentliche Kraftquelle. Wirkliche Ruhe erfahren wir nur, wenn sie uns nicht dienen muss. Stärkende Kraft liegt nur in einer Ruhe, in der es nicht um unseren Nutzen geht.

Ich komme nicht zur Ruhe, damit ich dann wieder fit für die Aufgaben bin, sondern ich bleibe in der Ruhe, weil ich sonst nicht in meinem Leben bin.

In der morgendlichen Meditation sitze ich in der Stille. Gedanken tauchen auf, die Erlebnisse der letzten Tage laufen wie in einem Film vor mir ab. Immer wieder hole ich mich zurück in die Achtsamkeit.

In der heutigen Welt der Hektik, der Ruhelosigkeit, der Informationsflut, der Empörung und der Würdelosigkeit fällt es mir schwer, Achtsamkeit und Gegenwärtigkeit zuzulassen. Es gibt so viele gestresste Menschen, die ich erlebe, so viele Ängste, Nöte und Kämpfe, die ich sehe.

Ohne die morgendliche Meditation würde mir das Innehalten fehlen. Sie ist mir zur Kraftquelle geworden und trägt mich durch den Tag. Die Meditation hilft mir, Abstand zu halten und mich dem vielen Guten zuzuwenden, dass trotz allem geschieht, den kleinen Dingen des Alltags, die ich sonst wahrscheinlich übersehen würde. So erkenne ich: Das Wertvolle ist jene Zeit, die nicht nützlich ist. Sie bringt mich in die Stille, sie öffnet meinen Blick, sie führt mich in die Gegenwärtigkeit.

Freiheit ist nicht einfach, tun zu dürfen, was man will. Wahre Freiheit beginnt dort, wo wir erkennen, dass wir nicht jedem inneren Impuls folgen müssen. In uns wirken viele Stimmen: Wünsche, Ängste, Sehnsüchte, aber auch Scham und Liebe. Diese inneren Regungen dürfen wir befragen – doch sie müssen nicht unser Handeln bestimmen.

Gleichzeitig konfrontiert uns das Leben mit Anforderungen, mit dem, was uns aufgegeben ist. Daraus erwächst Verantwortung. In jedem Moment, in dem unser Wollen und das Sollen aufeinandertreffen, werden wir gefragt: Was tust du jetzt? Wem gibst du das Wort?

Innere Freiheit bedeutet: Ich kann wählen. Ich muss nicht meinem Ego folgen, nicht meiner Angst, nicht meiner Bequemlichkeit. Sondern ich kann still werden und horchen, was sich durch mich erfüllen soll. Verantwortung ist kein äußerer Druck, sondern ein innerer Ruf. Ich halte Inne und gehe in Verbindung mit meiner Kraftquelle.

Wenn wir nur leben, was wir wollen, aber nicht mehr hören, was uns ruft, verlieren wir unsere Bestimmung, unsere Kraftquelle. Wir verfehlen unser Menschsein.

Doch es gibt eine andere Kraft. Eine Kraft, die nicht von uns gemacht wird, sondern die in uns wirkt, wenn wir sie lassen. Sie erfüllt, was gerecht ist, was wahr ist, was durch uns geschehen will. Nicht aus Pflicht, sondern aus einem inneren Ja heraus.

Wir sind nicht auf der Welt, um uns selbst zu verwirklichen. Wir sind hier, damit sich etwas Höheres durch uns verwirklicht. Nicht das Ego soll sich durchsetzen, sondern der Geist soll Raum bekommen.

Die Frage ist also: Was soll sich durch dich erfüllen?
Nicht: Was willst du erreichen? Sondern: Wozu bist du berufen?

Manchmal ist es Zeit, den Blick nicht länger nach außen zu richten. Nicht zu fragen: Was denke ich über mich? – sondern still zu werden und zu fragen: Was bewirke ich? Was hinterlasse ich im Anderen?

Das Bild, das dich wirklich zeigt, ist nicht dein Spiegelbild, sondern der Abdruck, den du im Leben anderer hinterlässt.

Vielleicht ist das der Anfang von wahrer Selbsterkenntnis: nicht mehr das Ich in den Mittelpunkt zu stellen, sondern das, was durch dich geschieht.

Wenn du spürst, dass deine Wirkung heilt, tröstet, stärkt oder aufrichtet, dann bist du auf dem Weg. Dann nährt dich deine Kraftquelle. Wenn du erkennst, dass deine Worte verletzen oder entmutigen, dann bist du ebenfalls auf dem Weg – wenn du daraus lernst.

Nicht das Urteil über dich selbst zählt. Sondern die Spuren, die du hinterlässt.