Klangmystik

Die Wirkung von Klängen

Unser Körper besteht aus Wasser

Klänge wirken auf unseren Körper, unseren Geist und unsere Seele. Unser Körper besteht zu über 75 % aus Wasser und unsere Knochen sind hohl. Klangschwingungen verbreiten sich in ihm ähnlich wie die Wellen, die entstehen, wenn ein Stein ins Wasser eintaucht.

Wir hören Klänge über das Gehör und gelangen so in eine Tiefenentspannung. Wir spüren sie über unsere Haut. Wie sanftes Massieren nehmen wir die angenehmen Vibrationen der Schwingungen an unserer Körperoberfläche wahr. Wir können aber auch zu einem erheblichen Teil über die Vibration unserer Knochen hören.

Die Schönheit eines Klangs zeigt sich nicht nur in dem, was wir hören,
sondern auch in dem, was wir spüren.

Franz-Josef König

Untersuchungen haben zudem gezeigt, dass Schwingungen einen Einfluss auf bestimmte Zellfunktionen ausüben. Es wurden Hinweise auf eine tendenziell aktivierende Wirkung der Klänge gefunden. Nach der Beschallung war bei den Menschen die Anzahl der lebenden Zellen signifikant angestiegen.

Ist der Mensch in Einklang mit sich und seiner Umwelt, schwingen seine Zellen harmonisch. Er ist gesund und fühlt sich wohl. Ungleichgewicht zwischen Körper, Geist und Seele führen zu Anspannung und Krankheit.

Klänge nehmen wir bereits im Mutterleib wahr und sie begleiten uns bis ans Ende unseres Seins. Bereits im vierten Schwangerschaftsmonat ist das eigentliche Hörorgan komplett ausgebildet. Wir hören also schon lange bevor wir geboren werden. Untersuchungen aus der Sterbeforschung belegen, dass es meist der Hörsinn ist, der als letzter Sinn erlischt, wenn wir sterben.

Kreativität entsteht in der Ruhe und Entspannung

Charles Dickens, Henri Poincaré, Ingmar Bergmann - sie könnten verschiedener kaum sein, arbeiteten zu verschiedenen Zeiten auf ganz unterschiedlichen Gebieten, aber es verbindet sie die Leidenschaft für das, was sie taten. Ein unbedingter Erfolgswille, ein fast übermenschliches Vermögen, sich auf eine Sache auszurichten. Aber wenn man sich ihren Alltag näher ansieht, widmeten sie nur ein paar Stunden dem, was wir als ihre wichtigste Arbeit ansehen würden. Die übrige Zeit verbrachten sie mit Bergwanderungen und Nickerchen, sie gingen mit Freunden spazieren oder saßen einfach da und dachten nach. Anders gesagt, ihre Kreativität und Produktivität war nicht das Ergebnis endlosen Rackerns, vielmehr verdankten sie ihrer überragenden Leistungen maßvollen Arbeitszeiten. ... Wenn einige der Größten der Geschichte nicht ununterbrochen gearbeitet haben, liegt der Schlüssel zum Verständnis ihrer Kreativität vielleicht weniger in ihren Mühen als in ihrem Ruhen – und dem Verhältnis dazwischen.

Musik beginnt nicht mit dem ersten Ton, sondern mit der Stille davor.
Sie endet nicht mit dem letzten Ton, sondern mit der Stille danach.

Giora Feidman